Signierte Vinyl-Cover :

 

- 3 Times 6
- à;GRUMH
- A Split-Second
- Alphaville
- And One
- Anne Clark
- Armageddon Dildos
- Axodry
- Big Country
- Bigod 20
- Blancmange
- Blind Vision
- Borghesia
- Boytronic
- Bronski Beat
- BROS
- C. C. Catch
- Camouflage
- Cat Rapes Dog
- China Crisis
- Catastrophe Ballet
- Dance Or Die
- Deine Lakaien
- Depeche Mode
- Death In June
- Desireless
- D.A.F.
- Die Krupps
- Dive
- Erasure
- Extrabreit
- Fancy
- FEE
- Fine Young Cannibals
- Fischer-Z
- Fräulein Menke
- Front 242
- Front Line Assembly
- Gabi Delgado
- Hante
- Heaven 17
- History Of Art
- Howard Jones
- Hubert Kah
- IC Falkenberg
- Invisible Limits
- Jawoll
- Joachim Witt
- John Foxx
- Kirlian Camera
- Kode IV
- Konzept
- Kraftwerk
- Leaether Strip
- Lene Lovich
- Lost Image
- M. L. Gore
- Markus
- Men Without Hats
- Metropolis
- Micro Chip League
- Midge Ure
- Mike Mareen
- Moskwa TV
- Negapadres
- New Order
- Nitzer Ebb
- Nylon Euter
- P. Lion
- Parade Ground
- Paranoid
- Paso Doble
- Peter Schilling
- Poupée Fabrikk
- Propaganda
- Project Pitchfork
- Psyche
- Real Life
- Rheingold
- Sandra
- Scope
- Scritti Politti
- Signal Aout 42
- Sixth Comm
- Skinny Puppy
- Stalingrad
- T´Pau
- TXT
- The Assembly
- The Cassandra Complex
- The Dancing Zone
- The Force Dimension
- The Invincible Spirit
- The Neon Judgement
- The Twins
- The Weathermen
- Thompson Twins
- Tommi Stumpff
- Two Of Us
- Tyrell Corp.
- UKW
- Ultravox
- Umo Detic
- Various Artists
- Vanishing Heat
- Veljanov
- VNV Nation
- Visage
- Yazoo
- Yello

 

Signierte Cover : à;GRUMH

 

12” : Mix Yourself

12” : Underground

12” : Bloody Side

LP : Black Vinyl Under ...

LP : And For Now ...

 

LP : A Hard Days Knight

VA : Electronic Body Music

 

 

Interview aus dem Jahr 1988 :

 

“Wenn Ihr live spielt, zeigt ihr Videos. Was wollt ihr damit erreichen? Wollt ihr die Leute provozieren, mit den doch recht harten Aufnahmen?”

Steve Natrix / à;GRUMH... : “Ja, wir wollen durchaus! Der Grund dafür ist dass Provokation der beste Weg ist, die Aufmerksamkeit der Leute zu wecken. Wenn ich zum Beispiel einen Song über Rassismus schreibe mit dem Inhalt : “Lasst uns nicht rassistisch sein ...” und diesen dann vortragen würde, hört kein Mensch wirklich zu. Singe ich jedoch :”Tötet alle Schwarzen!”, hört jeder zu. In der Folge des Songs erkläre ich dann aber, dass das töten von Schwarzen und Rassismus eine böse Sache ist - schlussendlich habe ich mehr erreicht als wenn ich mit dem ermahnenden Zeigefinger den Leuten gepredigt hätte. Oder wenn wir die Leute anregen wollen über die faschistische Bewegung in Frankreich eines Jean-Marie LePen nachzudenken, dann zeigen wir Jean-Marie LePen in unseren Videos ... .”

“Also ihr tretet gegen diese faschistische Bewegung ein?”

Steve Natrix / à;GRUMH... : “Absolut! Wir sind zwar nicht politisch, aber wir kämpfen gegen alle Art von Unterdrückung. Alle Menschen sollen das Recht haben, schwarz, jüdisch, schwul etc. sein!”

“Glaubst Du, dass viele Leute hinter Jean-Marie LePen stehen?”

Steve Natrix / à;GRUMH... : “Ja, 10-15 % bestimmt. Es ist schrecklich : sie wollen alle Ausländer aus Frankreich schmeißen, alle Aidskranken in spezielle Krankenhäuser verfrachten. Wir müssen einfach mit der Tatsache leben, dass es 10-15 % dumme Leute in Frankreich gibt. Es ist das exakte Nazitum!”

Wie reagiert das Publikum im allgemeinen auf eure doch recht exzessiven Shows - gibt es da Unterschiede in verschiedenen Ländern?”

Steve Natrix / à;GRUMH... : “Es ist komisch. Das beste Publikum, was wir bisher hatten, war in Schweden. Es ist unglaublich, wie frisch die sind. Dabei finden wir, dass gerade die Jugendlichen in Schweden in einem Land leben, in dem den jungen Leuten wenig Freiheiten geboten werden.”

“Mein ihr, dass sie euch vielleicht besser verstehen?”

Steve Natrix / à;GRUMH... : “Ich weiß nicht, ob sie enthusiastischer sind oder ob sie verstehen, was mir mit unserer Musik und der Show ausdrücken wollen.

In Stockholm mussten wir nach 2 Gigs den letzten abbrechen, da die Leute anfingen “Sieg Heil” zu rufen. Ich fragte das Publikum, was sie riefen. Die Antwort war ein begeistertes “Sieg Heil” aus allen Kehlen. Ich fragte sie, warum sie das riefen. Es kam natürlich keine Antwort. Das sind Nazi-Stereotypen; sie wissen nicht, was sie sagen.

Juden sind im KZ umgekommen, weil einige Leute zuviel “Sieg Heil” riefen. Man hat nicht das Recht, sowas aus Lust und Laune zu rufen. Es wäre O.K., wenn sie “Bugs Bunny, Bugs Bunny!” gerufen hätten.”

“Vielleicht denken sie, dass ihr Neo-Nazis seid?”

Steve Natrix / à;GRUMH... : “Ich glaube nicht; sie spielen einfach naiv mit diesen Worten aus der Nazizeit. Es ist gefährlich, damit zu spielen, denn die Leute, die wirklich daran glauben, was hinter diesen Worten steckt, nutzen diese Typen, die gar nicht wissen, worum es geht, schamlos aus. Dadurch wird eine große Bewegung ins Rollen gebracht.”

“Wie würdet ihr persönlich eure Musik beschreiben? Sie wird ja oft in die “Electronic-Body”-Schublade abgelegt. Könnt ihr euch damit identifizieren?”

Steve Natrix / à;GRUMH... : “Ich möchte nicht sagen, dass wir gerne klassifizert werden.

Sicher - wenn die Leute uns unbedingt einordnen müssen, dann würde ich stolz sein, in derselben Klasse wie Front 242, Neon Judgement, Cassandra Complex oder Psyche eingeordnet zu werden.”

“Magst du Psyche?”

Steve Natrix / à;GRUMH... : “Ich liebe Psyche!!!”

“Welche Musik hört ihr privat?”

Steve Natrix / à;GRUMH... : “Die wichtigste Band der Welt ist : “The Leather Nun”, obwohl ich finde, dass sie eine Menge an Power verloren haben. Guck mal, was ich anhabe (The Leaether Nun T-Shirt). Wir hören aber die verschiedensten Sachen : Psyche, Joy Division, Doors etc..”

“Ihr habt einige Guest-Singers. Mögt ihr es, mit verschiedenen Leuten zusammenzuarbeiten?”

Steve Natrix / à;GRUMH... : “Nein, hahah. Ich muss gestehen, dass alles nur ein Joke war. Für drei verschiedene Songs stehen drei verschiedene Namen von Sängern. In der Tat und Wahrheit ist es immer dieselbe Person die singt. Wir hatten auch nie einen Producer aus Dublin ... .”

“Mögt ihr euren Ruf als Hardcore-Gay-Band?”

Steve Natrix / à;GRUMH... : “Nein, das Problem ist, dass wir, wenn wir live spielen zwei Gay und zwei Straights sind. In der Studioband aber ist ein Gay und ein Straight. Wir sind also keine Hardcore-Gay-Band, aber auch keine Hardcore-Straight-Band. Ich gehe nicht durch die Straßen mit einem T-Shirt, das etwas über Gays sagt. Ich hab noch mit keinem eine Prügelei wegen des Schwulseins gehabt. Ich lebe einfach nur mein Leben und will so respektiert werden, wie ich andere zu respektieren pflege. Wir wollten nie eine Gay- oder eine Straight-Band sein, weshalb wir auch noch nie einen Song über das Schwulsein gemacht haben. Wir sprechen natürlich untereinander oft über diese Problematik. In der Anfangszeit hatte man uns immer wieder nachgesagt, eine militante Gay-Band zu sein. Wir sind leider bis heute den Ruf nicht losgeworden.”

“Seid ihr oder wart ihr von bestimmten Gruppen inspiriert worden?”

Steve Natrix / à;GRUMH... : “Von dem Tag an, an dem ich geboren wurde, war ich von allen Dingen inspiriert, die ich im Radio hörte oder im Fernsehen sah. Als ich dann anfing, Musik zu machen, war ich vor allem von DAF und Front 242 beeinflusst, da wir zusammen anfingen, aber auch von U2, oder einfach von Dingen, die ich auf der Gitarre mir selbst vorspeielte.”

“Ihr habt einen Song, der “M.D.A.” heißt. Was bedeutet das?”

Steve Natrix / à;GRUMH... : “Es heisst übersetzt : “Tod eines Freundes” - “Mort d´un ami.””

“Hat es vielleicht auch etwas mit der Droge M.D.M.A. zu tun?”

Steve Natrix / à;GRUMH... : “Könnte sein! Ich möchte jedoch den Leuten etwas Spielraum lassen. Sie sollen sich Gedanken machen. Wenn sie, wie du auf sowas kommen, finde ich das toll. Auf einer Platte, die wir ´82 aufgenommen haben, ist übrigens die Original-Version noch zu finden.”

“Warum glaubst du, kommen all diese guten Electronic-Bands aus Belgien oder wieso fahren viele Bands heutzutage nach Belgien, um dort aufzunehmen?”

Steve Natrix / à;GRUMH... : “Es gibt keine spezielle Atmosphäre in Belgien/Brüssel. Es gibt auch keine Kultur oder eine bestimmte Identität, die diese Entwicklung in irgendeiner Form hätte beeinflussen können. Belgien ist eine Kreuzung vieler Kulturen und Nationalitäten. Eine eigentliche belgische Kultur existiert nicht. Es gibt ´ne Menge Italiener, Griechen, Araber etc. bei uns und nur eine kleine Anzahl echter Belgier. Ich bin nicht dagegen. Es ist der beste Platz, etwas interessantes, multi-kulturelles beeinflusstes zu starten, das aus den verschiedensten Komponenten der verschiedensten Kulturen zusammengewürfelt wird. Ausserdem ist Belgien ein relativ billiger Ort zu leben. Brüssel ist eine schöne Stadt - vielleicht auch deswegen. Es gibt viele Gründe, der wichtigste aber dürfte schon das Vorhandensein der unterschiedlichsten Einflüsse sein, die auf Belgien einströmen und insgesamt eine interessante Mixtur ergeben.”

“Mögt ihr es zu touren?”

Steve Natrix / à;GRUMH... : “Oh ja. Ich liebe es deshalb, weil ich dadurch in den Kontakt mit den Leuten komme. Durch die Tours möchte ich in erster Linie sehen, wie die Leute auf meine Musik und die Texte reagieren.

Musik und Texte sind die Medien, mit denen ich mich ausdrücken will und ich erwarte, dass die Menschen mir in irgendeiner Art darauf antworten. Ein anderer Weg, diese Leute zu erreichen ist die Post. Wir haben so eine Art Fan-Club. 90% aller Zuschriften verlangen nach T-Shirts. Die anderen 10% wollen über Lebenserfahrungen, über die Musik aber auch die Texte sprechen.

Das ist der T-Circle, eine andere Sache als der Fan-Club. Hier beantworte ich die 10% der Briefe, die über persönliche Dinge sprechen wollen.

Am Anfang stand ich hier im Mittelpunkt, mittlerweile jedoch möchte ich die Leute untereinander verknüpfen. Wir sprechen auch mit den Fans nach den Konzerten, falls es irgend möglich ist. Es kann sehr interessant und aufschlussreich sein.”

“Hat Euch eine bestimmte Stadt in Deutschland besonders gut gefallen?”

Steve Natrix / à;GRUMH... : “Ich kann darüber schlecht urteilen, da wir nie länger als einen Tag in einer Stadt waren, ausser in Hamburg und das, was ich dort gesehen habe, hat mir gefallen ... .”

 

 

 

 

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